Freitag, 11. September 2020

Cincinnati Kid (The Cincinnati Kid, 1965) - Kurzkritik

 
The Cincinnati Kid
(dt.: Cincinnati Kid, 1965)
Mit Steve McQueen, Edward G. Robinson, Karl Malden, Tuesday Weld, Ann-Margret, Joan Blondell, Rip Torn, Jack Weston, u.a.
Drehbuch: Ring Lardner Jr. und Terry Southern nach dem Buch von Richard Jessup
Regie: Norman Jewison
Produzent: Martin Ransohoff

Kamera: Philip H. Lathrop
Musik: Lalo Schifrin

Kino/TV/DVD-Auswertung im deutschsprachigen Raum: Januar 1966
Dauer: 102 min

Farbe: color


 
Bewertungen: 
imdb.com: 7,3 / 10 (14'958 Stimmen)
Letterboxd.com: 3,5 / 5 (2'662 Stimmen)
Meine Wertung: 4 / 10

 


Nun habe ich ihn endlich gesehen, diesen vielgerühmten Spielerfilm, in welchem sich Steve McQueen und Edward G.Robinson ein Pokerduell liefern, der junge den alten König herausfordert, weil er der beste sein will.
Das junge Poker-As Eric (Steve McQueen) wird vom Poker-Veteranen Shooter (Karl Malden) gegen den ungeschlagenen Spieler-König Lancey Howard (Edward G. Robinson) aufgestellt. Shooter wird vom rachsüchtigen Slade (Rip Torn) genötigt, das Spiel zu Gunsten des "Kid" zu manipulieren, denn Slade will Howard eine Niederlage heimzahlen. Es kommt zum "Showdown der Giganten"... wenn man das stundenlange Sitzen zweier Männer am Kartentisch so nennen will.

The Cincinnati Kid ist vor allem eins: Ein enttäuschend leeres und langweiliges Filmchen!
Abgesehen davon, dass einem die Hauptfigur des "Cincinnati Kid" (Steve McQueen) völlig egal ist, weil es das Drehbuch nicht schafft, seine Figur mit Leben auszupolstern, ergeht sich der Film immer wieder in langezogenen, aufs Ganze gesehen völlig überflüssigen und nichtssagenden Sequenzen, ein Fehler, der ebenfalls - zumindest partiell - dem Drehbuch anzurechnen ist. Die Restschuld geht an den Regisseur.

Ich kann das hohe Ansehen, das dieser Film in unseren Breitengraden geniesst, nicht nachvollziehen, auch wenn ich mich noch so bemühe. Ausser leerem, oberflächlichem  Gedöns ist nichts dran. Jewisons Regie ist, wie immer, bestenfalls solide, er versteht es aber nicht, Spannung adäquat aufzubauen.

Einzig das Staraufgebot erstklassiger Schauspieler und Schauspielerinnen vermag dem Film etwas Glanz zu verleihen. Neben McQueen und Robinson trumpfen neben Karl Malden, Joan Blondell, Ann-Margaret, Cab Calloway,  Rip Torn und Tuesday Weld auf; doch auch sie vermögen den leeren Hüllen, die sie verkörpern müssen, kein Leben einzuhauchen. 
Ausser Edward G. Robinson. Er ist der einzige, der es schafft, seine Figur zum Leben zu bringen, mittels seiner herausragenden Schauspielkunst - Worte hatte er dazu vom Drehbuch keine zur Verfügung. Das geht sogar soweit, dass man hofft, er möge am Schluss gewinnen, anstelle des Titelhelden. Falls es einen Grund gibt, diesen Film zu schauen, ist es Edward G. Robinson. Dank ihm kriegt der Film von mir überhaupt vier Punkte - statt nur drei.

Vielleicht schätzt man den Film, wenn man etwas von Poker versteht. Als Uneingeweihter fand ich jedenfalls keinen Einstieg in die Welt des Kartenspiels - noch habe ich davon irgend etwas verstanden...


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