Mittwoch, 28. April 2021

Galopp ins Glück (1940)


Originaltitel: Down Argentine Way
Mit Betty Grable, Don Ameche, Carmen Miranda, Charlotte Greenwood, Leonid Kinskey, Henry Stephenson, J. Carrol Naish, The Nicholas Brothers u.a.
Drehbuch: Darrell Ware und Karl Tunberg
Regie: Irving Cummings
Deutsche Erstaufführung (Kino): Juli 1950, unter dem Titel Galopp ins Glück



Inhalt:
Die reiche Pferdenärrin Glenda Crawfod (Betty Grable) verliebt sich in New York in den argentinischen Pferdebesitzer Ricardo Quintana (Don Ameche) und reist mit ihrer Tante (Charlotte Greenwood) nach Argentinien, wo sie für einiges Durcheinander sorgen.

Hintergrund:
Down Argentine Way war der erste Film einer ganzen Reihe mit südamerikanischen Themen - zu denen übrigens auch der kürzlich hier besprochene Disney-Film The Three Caballeros gehörte. Die Projekte begleiteten Präsident Roosevelt's
"Good Neighbor Policy", mit der eine Annähreung an den Nachbarkontinent versucht werden sollte. Hollywood erhoffte sich davon nicht zuletzt einen Ersatz für den wegen des Krieges weggebrochenen europäischen Absatzmarkt.
Obwohl Down Argentine Way in den USA grossen Erfolg hatte, wollten ihn die Argentinier verbieten - wegen seines grobschlächtigen Umgangs mit ihrer Kultur. Carmen Miranda etwa, die im Film drei Lieder trällert, war Brasilianerin und singt die Stücke auch in brasilianischem Portugiesisch. Zahllose grobe Fehler und Ungenauigkeiten wurden moniert und man beanstandete, dass
die vier argentinischen Hauptcharaktere alle von Ausländern verkörpert wurden, und zwar von einem Amerikaner (Ameche), von einem Russen (Leonid Kinskey), von einem Iren (J. Carrol Naish) und von einem Briten (Henry Stephenson)!
Für Betty Grable wurde der Film ein Riesenerfolg, sie avancierte dadurch praktisch über Nacht von der kleinen Nebendarstellerin zum Superstar.

 
Deshalb lohnt sich das Ansehen:
Viel Inhalt ist nicht in Down Argentine Way. Es ist einer jener Filme, in denen der Hauptcharakter am Klavier in ein Lied einstimmt, das zu einer Tanzsequenz führt und in einem Chorfinale mit Riesenorchester endet. Der Film wirkt, als wäre er ohne viel Sinn und Verstand zusammengestoppelt worden, und er ist weit weg von einem grossen Werk, doch es gibt genügend Highlights, die einen bei der Stange halten und das Ansehen vergnüglich machen, u.a. die herrlich aufspielenden Hauptdarsteller (allen voran Don Ameche, der sich hier völlig überraschend als erstaunlich guter Sänger entpuppt).

Hier kann der Film in hervorragender Bildqualität und in der englischen Originalversion angeschaut werden.




 





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